Glasschliff & Glasperlen

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Die Entstehung der Glasschliffperlen

Glasschliffperlen, wie der Name schon sagt werden aus Glas hergestellt. Was aber ist Glas eigentlich ganz genau? Heute weiß man, dass sich das erste Glas bereits vor über 40 Millionen Jahren gebildet hat. Und zwar durch die immense Hitze und den Druck, wie sie bei den Ausbrüchen von Vulkanen entstehen. Dieses natürlich vorkommende Produkt wird Obsidian genannt und ist häufig schwarz, aber auch in Rot und Grün zu entdecken. Sind die Stücke sehr dünn, so kann man durchschauen, sie sind also teilweise sogar transparent.

Wann der Mensch das erste Glas hergestellt hat, weiß man nicht genau. Man geht aber wohl von einer zufälligen Entdeckung aus. Grundzutaten wie Sand, Pottasche und Kalk kommen eigentlich überall vor. Wahrscheinlich wurde das erste Glas ca. 3500 v.Chr. in Mesopotamien und Anatolien hergestellt.

Glas ist eigentlich mit keinem anderen Material zu vergleichen. Deshalb konnte man es auch lange Zeit nicht kategorisieren. Deshalb wurde es dann zu der Gruppe der Metalle hinzugefügt. Da sich Glas in einiger Hinsicht wie Metall verhält war dies gar nicht so falsch. Glas hat im Vergleich zu Metall zwar keinen Schmelz- oder Gefrierpunkt, aber es wird durch Erhitzen flüssiger und beim Abkühlen starr. Außerdem kann man Glas genau wie Edelsteine bearbeiten, Glas verfügt aber nicht über die Kristallstruktur wie Mineralien. Heute ist Glas in eine eigene Klasse eingeordnet. Denn bei Zimmertemperatur ist Glas so träge dass es sich wie ein festes Material verhält. Dies liegt an der Atomstruktur und deshalb wird Glas auch als unterkühlte Flüssigkeit bezeichnet.

Die Transparenz von Glas reicht von transparent bis opak. Durch das Hinzufügen von Metalloxid kann Glas in jeder Farbe des Regenbogens eingefärbt werden. Blau entsteht beispielsweise durch die Zugabe von Kobalt, während Eisen und Kupfer Grün- und Türkistöne erzeugen. Nur durch die Zugabe von echtem Gold kann man Töne von Lachs- bis Rubinrot herstellen. Deshalb sind in vielen Fällen rötliche Glasperlen teurer.

Das Material Glas ist wahnsinnig vielseitig. Es kann gegossen, modelliert, gedehnt und bei unterschiedlichen Temperaturen geformt werden. Außerdem kann man es schneiden, ätzen, polieren und wie Steine bearbeiten. Schon früh entstanden die ersten Perlen aus Glas. Glasperlen spielen in allen Kulturen dieser Erde eine große Rolle. Glasperlen dienten dabei von jeher nicht nur als Schmuck des menschliche Körpers, sondern wurden auch als Schmuck von Kronen, Möbeln, Taschen oder Gräbern verwendet.

Da man aus den Verfahren der Glasperlen Herstellung auch auf das kulturelle Niveau des Gebietes in dem diese Glasperlen produziert wurden, schließen kann, dienen Glasperlen oft als Hilfsmittel zur Datierung anderer Artefakte. Glasperlen der ersten Generation stammen wohl aus Zeiten die ca. 40.000 Jahre zurückliegen. Davor verwendeten die Menschen meist Samen oder getrocknete Früchte als Schmuckperlen. Da diese Objekte aber nicht lange haltbar waren, wurden bald Materialien bearbeitet, die haltbarer waren. Wie z.B. Knochen, Steine oder Muscheln. Diese hatten entweder von Natur aus ein Loch, oder man verwendete erste Werkzeuge um die Objekte mit einem Loch zu versehen.

Die ersten vom Menschen hergestellten Objekte aus Glas sind Glasperlen. Schon die alten Ägypter stellten verschiedene Perlen in großen Mengen her. Es wurden Kleidungsstücke mit diesen Glasperlen geschmückt, aber auch als Totengaben fanden die Glasperlen Verwendung. Zu dieser Zeit waren Glasobjekte noch sehr selten und ausschließlich den Königen vorbehalten. Glasperlen aber waren für alle die es sich leisten konnten auch bald kommerziell erhältlich.

In der römischen Ära wurden Mosaik Glasperlen immer beliebter. Durch das Zusammenfassen einzelner Glasstäbe zu Bündeln entstanden im Durchschnitt Muster, die dann Millefiori also Tausend Blumen genannt wurden. Nachdem die Glasstäbe erhitzt und miteinander verschmolzen wurden, wurde durch in die Länge ziehen der Durchschnitt verkleinert. Danach konnte man die Glasstäbe in Scheiben schneiden und unzählige kleine Dekorationen waren geboren.

Im mittelalterlichen Europa wurde die Glasperlen Herstellung stark kontrolliert. Nur innerhalb der Glasmacherfamilien wurde das Wissen weitergegeben. Viele Geheimnisse wurden und werden weiterhin in Venedig, dem Zentrum für Glasperlenherstellung, strengstens gehütet. Man hat die Glasperlen Künstler auf die Insel Murano verschickt, um sicherzustellen, dass die Technologien gehütet und eine Verbreitung kaum mehr möglich wurde. Daher stammt auch der Name Murano Glasperlen.

Erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts erschienen die ersten Bücher über Glasperlen. Daran sieht man schon, wie stark die Techniken geheim gehalten wurden. 1612 schrieb Antonio Neri aus Florenz das Buch LÁrte Vetraria, aber es dauerte über 50 Jahre bis es ins Englische übersetzt wurde. In seinem Buch schreibt Neri über die Herstellung von feinem Glas. Trotz aller Geheimhaltung wurden auch in Deutschland, Holland und anderen europäischen Ländern Glasperlen hergestellt.

Heute ist Tschechien immer noch eine große Glasperlen Nation. Besonders im Isergebirge finden sich viele Glashütten. Die verschiedenen Glashütten haben sich auf die unterschiedlichsten Arten der Glasverarbeitung spezialisiert. Die Stadt Jablonec nad Nisou (deutsch: Gablonz) ist berühmt für ihre Kristall- und Glasherstellung. Sie entwickelte sich zur Stadt der Bijouterie. Ihre Glaswaren waren sogar über Europa hinaus berühmt und es wurden hohe Preise für diese Produkte gezahlt. Der bekannte Glashersteller Riedel hat hier seinen Ursprung. Auch der Gründer der Firma Swarovski, Daniel Swarovski, wurde in Böhmen geboren. Zum bedeutendsten Produkt der Glaskunst hat sich auch hier die Glasperle entwickelt. Jablonec besaß sogar das Monopol auf die kristallartig geschliffene Glasperle.

Glasschliffperlen sind heute in vielen verschiedenen Formen, Farben, Größen und Effekten erhältlich. Verwendbar sind Glasschliffperlen in unzähligen verschiedenen Schmuckprojekten.  Günstige Glasschliffperlen kaufen sie am besten in unserem Onlineshop. Tschechische Glasschliffperlen sind wahrscheinlich wegen ihrer hohen Qualität in den letzten Jahren so populär geworden. Deshalb sind Glasschliffperlen wohl bei vielen Perlenkünstlern der Grundstock von allem.

Glasschliffperlen sind in allen erdenklichen Farben erhältlich. Allerdings kann dieses breite Spektrum beides sein. Ein Fluch und ein Segen. Deshalb ist es für Hobby Schmuckdesigner wichtig zu wissen, welche Farben man miteinander kombinieren kann, und was absolut nicht kombinierbar ist.

Glasschliffperlen sind von 3mm bis 22mm Größe erhältlich, wobei 4mm runde Glasschliffperlen die populärste Größe ist. Spektakuläre Effekte kann man erzielen indem man 8mm, 6mm und 4mm Glasschliffperlen mischt. Gerade zurzeit sind große Perlen der letzte Schrei, deshalb kann man natürlich auch mal 10mm und 12mm Glasschliffperlen verwenden.

Glasschliffperlen werden mit vielen verschiedenen Effekten produziert. Der bekannteste ist die AB Beschichtung. AB ist die Abkürzung für Aurora Borealis, grob übersetzt ‘Nordlichter’ , weil der Überzug das Licht so wunderschön reflektiert. Oftmals wird AB auch als Regenbogenüberzug oder als irisierend bezeichnet. Meist wird die Beschichtung aber nur auf eine Seite der Perle aufgebracht, um der Glasschlifffperle ein interessantes Antlitz zu geben. Metallic Beschichtungen entstehen durch Aufbringen von oxidiertem Zinn auf die Glassschliffperle. Das ergibt einen hübschen Schimmer und machte die Glasschliffperlen zu etwas ganz Besonderem. Auch ein Vitrail Überzug ist erhältlich. Dabei wird der Vitrailüberzug aber auch wieder nur auf eine Seite der Glasschliffperle aufgebracht. Dadurch schimmert die Glasschliffperle teilweise wie mit AB-Beschichtung, aber zusätzlich sieht man den Metallicüberzug durchschimmern. Galvanisierte Glasschliffperlen werden mit einem Zinküberzug versehen. Mattierte Glasschliffperlen werden durch ätzen der Oberfläche produziert, es ergibt ein eisiges Äußeres. Dies waren nur einige der erhältlichen Beschichtungen. Je nach Verwendung kann man nur durch Variationen der Glasschliffperlen Finishes wunderschöne Effekte erzielen.

Beim Kauf von Glasschliffperlen sollte man auf jeden Fall auf original tschechische Glasschliffperlen Wert legen, denn nur diese Glasschliffperlen sind in der Qualität unübertroffen und in den genannten Farben, Formen und Finishes erhältlich.

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